Mehr Reichweite im Gesundheitsmarkt

Schließen

Registrierung

Melden Sie sich noch heute an, um gezielt und effektiv Ihre Nachrichten in der Gesundheitsbranche verbreiten zu können.

Kontoinformationen

Ansprechpartner:in

Adresse

Kontakt

Es wurde eine E-Mail zur Bestätigung an Sie gesendet. Nach der Bestätigung sind Sie erfolgreich registriert.


Zweiter Pflegegipfel – Maßnahmen für bessere Pflege im Krankenhaus vorgestellt

PRESSEMITTEILUNG

Berlin – Auf Einladung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt sind heute in Berlin Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Krankenhauspflege zum zweiten Pflegegipfel zusammengekommen, um Handlungsempfehlungen für bessere Pflegebedingungen und -qualität vorzustellen. Dazu gehören Vertreter des Deutschen Pflegerates, der Gewerkschaft ver.di, der Arbeitsgemeinschaft „Junge Pflege“, des Spitzenverbandes Bund der gesetzlichen Krankenkassen, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, des Verbandes der Krankenhausdirektoren und der Bun­desärztekammer.

Zu den vorgestellten Empfehlungen erklärt Ulla Schmidt: „Gute Pflege ist für eine gute medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten unverzichtbar. Und eine gute Pflege benötigt auch gute Arbeitsbedingungen. Das gesetzliche Förderprogramm für zusätzliches Pflegepersonal in den Kliniken ist bereits letzte Woche in Kraft getreten und muss jetzt zügig umgesetzt werden. Nun gilt es, die Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal zu verbessern und die Qualität der pflegerischen Arbeit am Patienten zu erhöhen. Alle Beteiligten müssen sich jetzt anstrengen, die gemeinsam getroffenen Vorschläge zu realisieren. Nur wenn wir es schaffen, die Attraktivität des Pflegeberufs zu sichern, wird es auch künftig den dringend nötigen Pflegekräftenachwuchs geben.“

Handlungsempfehlungen für bessere Pflegebedingungen und mehr Qualität

· Pflegestellen-Förderprogramm

In einer ad-hoc-Arbeitsgruppe des Pflegegipfels wurden im Herbst 2008 Vorschläge für ein Förderprogramm erarbeitet, mit dem zusätzliches Pflegepersonal in Kliniken finanziert werden sollte. Die Vorschläge sind in das Krankenhausfinanzierungsreform-Gesetz eingeflossen und jetzt in Kraft getreten. Mit dem Förderprogramm können in den nächsten drei Jahren bis zu 17.000 zusätzliche Pflegepersonalstellen in den Krankenhäusern zu 90 Prozent durch die Krankenkassen finanziert werden. Zugleich sind die Weichen für eine dauerhafte Finanzierung dieser Stellen gestellt. Außerdem können bis zu fünf Prozent der zusätzlichen Mittel eines Krankenhauses auch für arbeits-organisatorische Maßnahmen verwendet werden, die den Pflegedienst entlasten.

· Instrumente zum sachgerechten Personaleinsatz in der Pflege

Für pflegerisch hochaufwendige Fälle im Krankenhaus sollen Indikatoren entwickelt werden, die im Rahmen des G-DRG-Systems (Fallpauschalen-System) eine aufwandsgenauere Abbildung der Pflege ermöglichen. Dadurch soll die Verteilungsgerechtigkeit zu Gunsten der Krankenhäuser und Abteilungen mit besonders hohem pflegerischen Aufwand verbessert werden.

Die Teilnehmer des Pflegegipfels empfehlen dem Gemeinsamen Bundesausschuss, evidenzbasierte pflegebezogene Qualitätsindikatoren zu entwickeln und in die einrichtungsübergreifende Qualitätssicherung einzubeziehen. Dadurch sollen Mängel bei der Pflege aufgedeckt und abgestellt werden. Zudem soll der Qualitätsbericht der Krankenhäuser zusätzliche Informationen zur Personalausstattung der Krankenhäuser auch im Verhältnis zur Zahl der behandelten Patientinnen und Patienten enthalten.

· Erhöhung der Attraktivität der Pflegeberufe und ihrer Perspektiven im Krankenhaus

Die Attraktivität der Pflegeberufe hängt in hohem Maße von den Arbeits­bedingungen und den Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung in den Krankenhäusern ab. Die Expertinnen und Experten des Pflegegipfels verständigten sich deshalb auf ein Bündel von Maßnahmen zur Entwicklung und Erprobung neuer Arbeits- und Aufgabenteilungen, zur Unterstützung einer modernen Arbeitsorganisation sowie zur Nachwuchsförderung in der Pflege.

Neue Konzepte sollen verstärkt eingesetzt werden, um die Berufszufriedenheit der Pflegenden zu erhöhen sowie die Vereinbarkeit mit der Familie zu verbessern. Beispielhafte Modelle sollen mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit unter Federführung der Deutschen Krankenhausgesellschaft zusammengetragen, ausgewertet und veröffentlicht werden.

Weiter Informationen und die Handlungsempfehlungen im Einzelnen finden Sie unter: http://www.bmg.bund.de