Berlin – Anlässlich der Diskussion um die Verbesserung der Krankenhaushygiene erklärt Harald Terpe, Obmann im Gesundheitsausschuss:
Auch wenn bei den tragischen Todesfällen in der Mainzer Uniklinik die Ursachen und Verantwortlichkeiten noch unklar sind, offenbart sich dringender Handlungsbedarf. Krankenhaushygiene hat noch immer einen zu geringen Stellenwert. Mangelnde Krankhaushygiene ist auch ein Problem unzureichender Organisation und mangelnder Sensibilisierung in einzelnen Krankenhäusern. Das zeigen die von Haus zu Haus verschiedenen Infektionszahlen.
Bund und Länder müssen sich mehr engagieren. Notwendig ist ein “Nationaler Aktionsplan Krankenhaushygiene”, in dem koordinierte Maßnahmen von Bund und Ländern vereinbart werden. Dazu gehören etwa die Verpflichtung der Krankenhäuser, hauptamtliche Hygienebeauftragte einzuführen, eine durch den Bund zu regelnde Meldepflicht für multiresistente Erreger in Krankenhäusern sowie ein gemeinsamer Runder Tisch Krankenhaushygiene von Bund und Ländern. Auch das Bewusstsein des Krankenhauspersonals für die Bedeutung der Hygiene muss durch die Verstärkung bestehender Kampagnen wie “Saubere Hände” verbessert werden.